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Neubau des Zentralklinikums Eichsfeld in Heilbad Heiligenstadt

Die Eichsfeld Klinikum gGmbH, größter Gesundheitsversorger der Region mit Standorten in Heilbad Heiligenstadt und Reifenstein, fasste im Jahr 2022 den einstimmigen Beschluss, die beiden Klinikstandorte am Standort Heilbad Heiligenstadt durch einen Neubau zusammenzuführen. Ziel war es, die Gesundheitsversorgung im Eichsfeld langfristig auf hohem Niveau zu sichern und moderne, funktionale Strukturen zu schaffen.

Der Neubau sah die Realisierung von 292 Betten in überwiegend Einzelzimmern vor, um ein hohes Maß an Pandemiesicherheit zu gewährleisten. Zudem integrierte das Konzept ambulante Versorgungsangebote, darunter ein OP-Zentrum, Facharztpraxen, physio- und ergotherapeutische Einrichtungen, eine Sozialstation sowie ein Hospiz- und Palliativangebot. Mit der Errichtung des neuen Gesundheitszentrums entstand ein umfassender Campus, der das bestehende medizinische Umfeld ergänzte und die Funktion als zentrale Gesundheitsdrehscheibe der Region stärkte.

Im Vorfeld der Planung erfolgte eine detaillierte Standortanalyse, die als Grundlage für die 20. Änderung des Flächennutzungsplans diente. Der Plangeltungsbereich lag im Nordosten von Heilbad Heiligenstadt am sogenannten Ostzubringer (L 1005) zur Autobahn A38 und umfasste rund 12 Hektar. Parallel dazu beschloss der Stadtrat die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 86 „Sondergebiet Gesundheitszentrum am Eichbach“, um die Realisierung des Gesundheits-Campus planungsrechtlich abzusichern.

Die Fachplanung wurde im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung vergeben. Als Generalplaner zeichnete das Büro LUDES Architekten – Ingenieure GmbH verantwortlich. Der Campus vereinte das Hauptgebäude des Klinikums mit 40.000 qm Fläche sowie zwei Peripheriegebäude, die unter anderem ein Ärztehaus, das Sozialpädiatrische Zentrum, eine Apotheke, die Klinikverwaltung, ein Bildungsinstitut und Dienstwohnungen beherbergten.

Durch diese Maßnahme wurde die städtebauliche Ordnung der Region nachhaltig gestärkt, die Flächennutzung optimiert und eine zukunftsfähige Infrastruktur für die Gesundheitsversorgung geschaffen. Gleichzeitig bereitete die Planung den Weg für die Nachnutzung der bisherigen Klinikstandorte und die funktionale Einbindung des gesamten Areals in die städtische Struktur.

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